Was ist echt – und was wirkt nur so?
Du untersuchst Bilder, Likes, Rollenbilder und digitale Grenzen. Niemand muss dabei Persönliches über sich erzählen.
45–60 Minuten
Acht kurze Stationen und ein Abschlussquiz.
Du entscheidest
Reflexionsfragen darfst du überspringen. Es werden keine persönlichen Antworten gespeichert.
Dein Ziel
Medien durchschauen, Grenzen respektieren und sicher handeln.
Was zeigt ein Bild – und was nicht?
Ein Bild kann echt sein und trotzdem nur einen sorgfältig ausgewählten Moment zeigen.
„Bester Tag überhaupt!“ – Sonne, Lächeln, perfekter Ausschnitt.
23 Versuche, Warten auf Sonne, Streit vor dem Foto und Menschen außerhalb des Ausschnitts.
Die Inszenierungs-Kette
Welche Mittel können den Eindruck beeinflussen?
Ein Foto ist geplant und gefiltert. Ist es deshalb automatisch eine Lüge?
Wie entstehen Schönheitsideale?
Wenn bestimmte Körper, Kleidung oder Hautbilder ständig wiederholt werden, wirken sie schnell wie eine allgemeine Norm.
Auswahl
Gezeigt werden oft besonders geplante, auffällige oder werbewirksame Bilder.
Bearbeitung
Licht, Make-up, Filter und Retusche verändern den Eindruck.
Wiederholung
Was wir häufig sehen, erscheint uns leichter als „normal“.
Geschäft
Werbung kann erst Unsicherheit wecken und danach ein Produkt als Lösung anbieten.
Mode, Kultur, Alter, Gruppen und Medien verändern, was gerade besonders häufig als attraktiv dargestellt wird. Das zeigt: Ein Ideal ist keine objektive Messlatte für den Wert eines Menschen.
Welche Aussage trifft am besten zu?
Ein Werbebeitrag verspricht: „Mit diesem Produkt wirst du endlich perfekt.“ Was ist daran auffällig?
Likes und Vergleiche
Zahlen wirken eindeutig. Aber was sagen sie wirklich aus?
Ein Foto hat 18.000 Likes, ein anderes 42. Was lässt sich sicher schließen?
Rollenbilder erkennen
Medien zeigen häufig Erwartungen darüber, wie Mädchen, Jungen oder Beziehungen angeblich sein sollen.
Welche Aussage ist kein Klischee und keine unangemessene Erwartung?
Respektvolle Kommunikation
Auch online gelten Höflichkeit, Respekt und persönliche Grenzen.
Welche Reaktion respektiert die Entscheidung der anderen Person?
Bilder teilen – aber richtig
Der Drei-Fragen-Check
- Habe ich die Erlaubnis?
- Könnte das Bild der Person unangenehm sein?
- Würde ich wollen, dass jemand so mit meinem Bild umgeht?
Eine Freundin erlaubt ein Gruppenfoto, aber nicht das Posten. Was gilt?
Meine Grenze – deine Grenze
Ein Nein muss nicht begründet werden. Persönliche Grenzen gelten auch digital.
Klar reagieren
Nein sagen, Gespräch beenden, nicht weiter antworten.
Technisch schützen
Stummschalten, melden oder blockieren.
Unterstützung holen
Eine vertraute erwachsene Person einbeziehen.
Jemand schreibt trotz eines klaren Neins immer weiter. Was ist sinnvoll?
Wenn etwas unangenehm wird
1 · Stopp
Nicht weiter antworten oder weiterleiten. Kontakt beenden und gegebenenfalls blockieren.
2 · Sichern
Nutzernamen oder Nachricht mit Unterstützung einer erwachsenen Person dokumentieren. Problematische Inhalte nicht selbst vervielfältigen.
3 · Hilfe holen
Eltern, Klassenleitung, Vertrauenslehrkraft, Beratungslehrkraft, Schulsozialarbeit, Schulpsychologie oder eine andere vertraute erwachsene Person.
Zeig, was du mitnimmst
Beantworte alle acht Fragen. Du kannst das Quiz wiederholen.
Medien‑Respekt‑Check
Meine fünf Regeln
- Vor dem Teilen eines Bildes frage ich nach Erlaubnis.
- Verletzende Kommentare sagen nichts über den Wert eines Menschen.
- Wenn jemand nicht fotografiert werden möchte, respektiere ich das.
- Wenn mir ein Account nicht guttut, darf ich Abstand schaffen.
- Wenn etwas unangenehm wird: Stopp – sichern – Hilfe holen.